Verpress-Anleitung für die Injektionsschläuche


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Verpressharze
~ Bei nasser Fuge kommt nur das PUR-Harz oder das Acryl-Harz in Frage.
~ Die einschlägigen Richtlinien und Merkblätter der Berufsgenossenschaft zum Verarbeiten von PUR und Acryl-Harzen beachten.
~ Schutzkleidung tragen (Handschuhe, Schutzbrille, etc.).
~ Gebindeeinheit immer komplett zusammenrühren.
~ Mischung sehr gut durchrühren.
~ Umtopfen zur Kontrolle des ausreichenden Mischens ist zu empfehlen.
~ Weder Wasser noch andere Materialien zurühren.
~ Die Verarbeitungszeit von Verpressharzen ist stark temperaturabhängig. Die Topfzeit von PUR-Harz beträgt bei 20°C ca. 40 Minuten und bei Acryl-Harz ca. 60 Minuten.
~ Mindestbauteiltemperatur ist bei PUR-Harz 8°C und bei Acryl-Harz 0°C.

Injektionspumpen
Je nach Menge der zu verpressenden Bauteile empfiehlt sich für
~ große Mengen: eine elektrische Zweikomponenteninjektionspumpe
~ mittlere Mengen: eine elektrische Einkomponenteninjektionspumpe
~ kleinere Mengen: Handpresse
Die Injektionspumpe muss eine stufenlose Druckregelung zulassen. Über ein Manometer sollte der Druck ständig kontrolliert werden können.

Das Verpressen
~ Kegelkopfnippel in den ersten Nagelpacker eindrehen.
~ Entlüften des Schlauches: Befüllen des ersten Verpressabschnittes mit Harz, bis am zugehörigen zweiten Nagelpacker Harz austritt.
~ Zweiten Nagelpacker mit weiterem Kegelkopfnippel verschließen.
~ Mit mäßigem und lang andauerndem Druck Harz eintreiben.
~ Verpressdruck kontrolliert von 0 bis max. 80 bar hochfahren.
~ Lang anhaltender geringer Druck ist sinnvoller als kurzfristig hoher Druck.
~ Dem Harz muss Gelegenheit gegeben werden, auch in fein verästelte Risse vorzudringen.
~ Vorsicht: Auch mit der Handpresse ist ganz erheblicher Druck zu erzeugen (Hydraulik).
~ In jedem Fall innerhalb der Verarbeitungszeit des Harzes ein- oder besser zweimal nachverpressen.
~ Harzaustritt entlang der Arbeitsfuge ist für eine funktionierende Abdichtung nicht zwingend nötig.
~ Bei starkem Wasserdurchtritt durch die unbehandelte Fuge ist auf die Fließgeschwindigkeit zu achten. Das Harz muss Gelegenheit haben, in der Fuge zu erhärten, ohne ausgespült
zu werden. Gegebenenfalls geeignete Maßnahmen vor dem Verpressen treffen. Verpressprotokoll führen.

Das Mehrfachverpressen
~ Der Proflex Verpreßschlauch ist in Verbindung mit Acryl-Harz mehrfachverpressbar.
~ Herstellen der Acryl-HarzMischung: Die benötigte Menge der Einzelkomponenten nach Volumen 1:1 abmessen und gründlich mit einem Rührgerät (z. B. Bohrmaschine mit Mischpropeller) vermischen. Umrühren von Hand genügt nicht. Nach dem Mischen – ohne Reifezeit – sofort verarbeitbar.
~ Kegelkopfnippel in den ersten Nagelpacker eindrehen.
~ Entlüften des Schlauches: Befüllen des ersten Verpressabschnittes mit Acryl-Harz, bis am zugehörigen zweiten Nagelpacker Harz austritt.
~ Zweiten Nagelpacker mit weiteren Kegelkopfnippel verschließen.
~ Mit mäßigem und lang andauerndem Druck Harz eintreiben.
~ Verpressdruck kontrolliert von 0 bis max. 80 bar hochfahren.
~ Lang anhaltender geringer Druck ist sinnvoller als kurzfristig hoher Druck.
~ Dem Harz muss Gelegenheit gegeben werden, auch in fein verästelte Risse vorzudringen.
~ Nach dem Verpressen des Schlauches und noch vor der Aushärtung des Harzes muss der Schlauch entleert und mit Leitungswasser freigespült werden, damit dieser bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt erneut verpresst werden kann.

Schlauch entleeren:
Verpresskreis beidseitig öffnen (Kegelkopfnippel entfernen)
a) Entleerung mit Druckluft – an einem der beiden Nagelpacker des Verpresskreises max. 1 bar Druckluft aufbringen und Schlauch freiblasen, anschließend noch kurz mit Leitungswasser durchspülen.
b) Entleerung mit Wasser – an einem der beiden Nagelpacker des Verpresskreises max. 1 bar Wasserdruck aufbringen und Schlauch freispülen.
c) Entleerung mit Vakuum – an einem der beiden Nagelpacker des Verpresskreises Vakuumgerät anschließen und den Schlauch leersaugen, anschließend noch kurz mit Leitungswasser durchspülen.

Harzverbrauch
~ Füllmenge für Proflex und Pro Verpreßschlauch: 0,4 kg/10 lfm
~ Regelverbrauch: 1 kg/10 lfm
~ Eine entscheidende Rolle beim Harzverbrauch spielt selbstverständlich die Betonierqualität im Bereich der Arbeitsfugen. Hier hat es sich als günstig erwiesen, wenn mit einer Anschlussmischung (0/8 Körnung) gearbeitet wird.

Reinigen der Arbeitsgeräte
Beim PUR-Harz können die Arbeitsgeräte vor dem Erhärten des Harzes mit Spezialreiniger gereinigt werden.
Beim Acryl-Harz können die Arbeitsgeräte vor dem Erhärten des Harzes mit Leitungswasser gereinigt werden.